Wissenswertes

PKW: Tachostände manipulieren.

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Tachostände von PKW Kilometerzählern werden - teilweise - manipuliert. Warum? Nun, es geht wie immer um das Geld. Der RATGEBER im Ersten berichtete kürzlich darüber. PKWs mit geringeren Kilometerständen können besser verkauft werden. An Sie, und auch an mich! Dabei könnte die PKW Industrie durchaus etwas dagegen unternehmen.

Denn was wollen Sie machen, wenn Sie einen schönen PKW (auf Autoverkaufsplätzen) gekauft haben "wie gesehen"? Wollen Sie dann den Verkäufer suchen und ggf. verklagen? Was ist zu tun in so einem Fall, sollte sich heraus stellen, dass der Kilometerzähler schlicht den falschen Wert anzeigt? Nun, wenn Sie dies nachweisen können (z.B. mit den Vorbesitzern sprechen....) können Sie - mit etwas Glück - den Verkäufer belangen.

Wie kommt überhaupt ein "falscher" Kilometerstand zu stande? Früher konnte man Geräte nur illegal kaufen, die man - mit etwas Kenntniss - selber an die Servicebuchse des PKWs anschliesst. Heute ist das kein Problem mehr. Für um die 300,- Euro gibts heute solche Geräte ganz offiziell zu kaufen. Und das ist nichtmal mehr strafbar!

Denn auch bei der Polizei (Deutschland) hat man vor wenigen Jahren mal ein paar Dutzend "KM Kriminelle" verfolgt und auch "verdonnert". Doch die entsprechende Arbeitsgruppe wurde nach recht kurzer Zeit aufgelöst. Auch hier scheint kein ersthaftes Interesse zu sein. Warum eigentlich nicht? Nun, was nicht verboten ist, lohnt sich nicht zu verfolgen. So "einfach" ist das.

Der RATGEBER im "Ersten" hat sich so ein Gerät beschafft und getestet / untersucht. Dazu wurde das Gerät in einer unabhängigen Werkstatt umfangreich getestet. Fazit; Funktion einwandfrei. Es ist mit recht wenig Aufwand möglich gewesen, den KM Stand zu verändern - und niemand merkt etwas davon.

Doch was - könnte - die Lösung sein? Nun, ein fälschungssicherer Tacho könnte die Lösung sein. Doch bei der Autoindustrie angefragt, wurde im Prinzip abgewimmelt. Der Staat sollte das "manipulieren" von Tachoständen selber verfolgen und bestrafen. Denn: man hat dort einfach kein Interesse daran, solche Fälle aufzuklären. Warum nicht? Nun, die Autoindustrie hat kein Problem mit diesen "Mißständen". Das haben die Gebrauchtwagenhändler. Denn diese müssen letztlich garantieren, dass die KM Stände des PKW auch korrekt sind. Und wie schon erwähnt, lassen sich PKWs mit geringeren KM Ständen schlicht (erheblich) besser verkaufen. "Besser" bedeutet eben auch "teurer". Das ist - letztlich - "Betrug". Es ist zwar richtig, dass gebrauchte PKWs mit geringeren KM Ständen letztlich auch den Verkauf von Neuwagen - etwas - behindern. Aber viel "bringt" das offenbar nicht.

So, auch dieser Beitrag hat mal ein Ende...:-)