Alternative Energie

Tesla und der Elektromotor

Bewertung:  / 11
SchwachSuper 

Elektroautos sind die bessere Option! Das war schon um 1900 klar. Doch durchsetzen konnte sich diese Technik leider noch nicht. Dabei gab es vor 100 Jahren mehr Elektroautos als solche mit Verbrennungsmotor. Wirklich wahr! Was steckt dahinter, wenn sich gute Technik nicht durchsetzen kann? Wenn Sie dies gelesen haben, können Sie sich diese Frage leicht selber beantworten!

Schon seit über 100 Jahren (Stand 2010) gibt es PKWs - und andere Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Doch wussten Sie, dass es genau so lange auch schon PKWs - und andere Fahrzeuge - mit Elektroantrieb gibt? Diese hatten auch damals schon einen Akku, und konnten teilweise mit überzeugenden Leistungsdaten aufwarten.

Der damalige deutsche Kaiser Wilhelm II (geb. 1859 in Berlin) hatte um 1900 mehrere Elektrofahrzeuge. Wie sieht eigentlich die "Elektrofahrzeug Bilanz" heutiger Regierungsbeamter aus?

Doch wie wurde die Elektrofahrzeugtechnik bis heute weiter entwickelt? Der Verbrennungsmotor und seine Fahrzeuge wurden immer weiter forciert. Warum eigentlich? Und die Entwicklung der Elektromotoren und seine Fahrzeuge incl. Akkutechnik stagnierte lange Zeit - eigentlich bis heute noch.

Der Verbrennungsmotor hat einen max. Wirkungsgrad von ca. 35 %, während E-Motoren über 90 % erreichen. Das bedeutet, ein Verbrennungsmotor erzeugt sehr viel völlig unnötige, nicht nutzbare Wärme. Dabei erfordert der Verbrennungsmotor sogar noch eine gewaltige regelmässige Portion Wartung, und damit jede Menge Kosten - vom Spritkostenaufwand mal ganz abgesehen.

Renomierte Firmen wie VW, BMW, Mercedes, die allesamt hohe Gewinne einfahren, und somit genug eigenes Geld haben, fordern vom Staat Millionenbeträge, um "neue Technik", also neue Akkus für Fahrzeuge zu entwickeln. Und sie bekommen die Gelder auch! Doch was diese Firmen bisher zu Tage gebracht haben, kann noch nicht so recht überzeugen. Und überhaupt: es gibt schon seit Jahrzehnten sehr gute und auch sehr günstige Akkus.

Letztlich ist der Verbrennungsmotor ein Auslaufmodell. Doch die Autohersteller wollen nichts davon wissen. Es müssen die Fragen erlaubt sein: hat die deutsche Automobilindustrie den Anschluss verloren? Welche Zukunft hat ein PKW mit Verbrennungsmotor? Und welche Zukunft hat ein PKW mit Elektromotor?

Gleichzeitig werden wir Bürger angehalten, uns endlich ein umweltfreundliches Auto zu kaufen. So geschehen zuletzt bei der "großen Abwrackprämie" von 2009, die nur einen Sinn hatte: die Automobilindustrie, welche zu den größten Industrien, wenn nicht gar die Größte überhaupt gehört, wieder auf die Beine zu helfen. Ein Tief über Deutschland kommt hinten nicht mehr hoch. Doch was bewirkte umwelttechnisch die Abwrackprämie? Nun, es wurde letztlich nur altes Schrott gegen neues Schrott eingetauscht. So kann das doch - eigentlich - nicht funktionieren. Oder? Viele alte Fahrzeuge - die verschrottet wurden - waren im übrigen gar nicht so umweltschädlich, wie immer gesagt wurde. Und viele neue - frisch verkaufte - waren auch nicht besonders umweltfreundlich.

Es bleibt die Frage offen: wo genau kann man eigentlich heute ein umweltfreundliches Auto kaufen? Viel Auswahl gibt es freilich nicht. Denn alles was mit Benzin, Diesel oder Gas angetrieben wird, kann sicher nicht als umweltfreundliches Fahrzeug bezeichnet werden. Hybridfahrzeuge sind durchaus ein guter Ansatz - aber letztlich lediglich ca. 30% sparsamer, als leistungsgleiche Verbrennerfahrzeuge. Wir brauchen Fahrzeuge, welche 100% sparsamer sind!

Es muss daher vermutet werden, dass es - von wem oder was auch immer - ein starkes Interesse daran gibt, das wir Bürger alte Technik kaufen sollen. Denn diese alte Technik hat Ihre Entwicklungskosten lange eingespielt. Und diese alte Technik verursacht Folgekosten in Form von Wartung. Dies wieder bringt neues Geld in die Industriekassen, und damit letztlich in die Staatskassen. Wem ist also damit gedient, wenn wir nur noch mit Elektrofahrzeugen fahren? Keine Zündkerzen. Kein Auspuff. Kein Öl. Kein Benzin, kein Diesel wird verkauft. Und keine/kaum Wartung. Viele Firmen, die genau und teilw. ausschl. diese Teile produzieren, würden pleite gehen. Teilweise stecken sehr viele Mitarbeiter dahinter....

In wie weit wäre die heutige Welt anders/besser (oder schlechter?) wenn seit 1900 die Elektroautos immer mehr zugelegt hätten? Eine interessante Frage, wie ich finde.

Doch es gibt auch - meist sehr kleine - Firmen, die den großen Firmen der Autoindustrie mal so richtig zeigen, wo der Hase lang laufen könnte. Tesla Motors, ein US amerikanisches Unternehmen in Kalifornieren baut z.B. elektrische Sportwagen, die sich auch vor Porsche und Co nicht verstecken müssen. Gleichzeitig wird eine sehr hohe Reichweite geboten, wenn man "normal" fährt. Es geht doch.

Auch der kroatische Sportwagenhersteller Rimac fällt pos. auf. Unternehmensgründer Mate Rimac baut Elektrosportwagen als Einzelstücke. Die haben sogar dermaßen hohe Beschleunigungen und Endgeschwindigkeiten zu bieten, das viele andere Sportwagenhersteller mit Verbrennungsmotor hochrot werden. Dabei werden keine Komponenten zugekauft, sondern alles selber produziert, sogar die dafür notwendigen Werkzeuge. Daraus ergibt sich eine hohe Flexibilität, eine hohe Unabhängigkeit, aber auch die Tatsache, mit rel. wenig Geld sehr viel entwickeln zu können. Tatsächlich ist das Ergebnis, der Elektrosportwagen vom Typ "Concept One" mehr als überzeugend. Mal ehrlich: wer wollte nicht gerne so ein tolles Fahrzeug sein Eigen nennen?

Zu erwähnen ist noch, dass es in Deutschland mittlerweile mehrere Firmen gibt, welche jeden herkömmlichen Verbrenner PKW offiziell mit TÜV Abnahme zu einem Elektroantrieb verhelfen. Gut zu wissen ist auch, das der Gebrauchtwagenhändler Stüber in Obrigheim immer einige alte aber noch gut erhaltene Elektroautos im Lager hat. Da kann man doch nicht meckern :-) Im Gegenteil. Das erfreut!

Eines noch: Wer war Nikola Tesla eigentlich? Über ihn hatten wir noch nicht geschrieben. Er war ein Erfinder, Physiker und Elektroingenieur, und hat viele Dinge erfunden, z.B. auch den Elektromotor. Damit ist er praktisch der Urvater der heutigen Elektromaschinentechnik, also letztlich der heutigen Elektromotoren. Viele - z.T. auch abenteuerlichen - Visionen hatte er. Oft wurde er nicht ernst genommen, wie so oft bei Visionären. Er wurde 1856 in Kroation geboren. Nachdem er lange Zeit in Geldnot war, und auch Studiengebühren nicht bezahlte, wurde er der Universität verwiesen, so jedenfalls die Auskunft von Wikipedia. 1884 zog er mit sehr bescheidenen Finanzmitteln nach New York, und arbeitete schon nach wenigen Tagen in der Firma von Thomas Alva Edison, welcher u.a. die Telegrafie erfand. Nikola Tesla verstarb 1943 in New York.

So Leute, jeder Beitrag hat mal ein Ende, ihr kennt das ja schon :-) Und dieses Ende ist nun hier :-)